Als im Irak das Kalifat ausgerufen wird ändert sich das Leben für die Menschen schlagartig.
Auch für den 14-jährigen Noah und seine Familie beginnt eine Zeit des totalitären Umbruchs. Der Alltag, die Schulen, die Geschäfte, das Miteinander wird von der Religionspolizei streng überwacht, wer sich nicht an die unzähligen Regeln hält wird genötigt oder brutal bestraft.
So auch der hauseigene Taubenschwarm auf dem Dach - Noah kennt jeden einzelnen seiner Vögel und gibt ihnen Namen - wird verboten. Eine verbreitete Tradition der Haustierhaltung wird unterbunden, die Tauben dürfen nicht mehr wegfliegen und werden im vergitterten Hof gehalten.
Zwei Freunde von Noah sind plötzlich verschwunden und kehren erst nach Wochen aus dem “Ferienlager” zurück: verändert, wortkarg, radikalisiert.
Auch der Aufenthalt während den Sommermonaten bei den geliebten Grosseltern ausserhalb der Stadt ist verboten worden.
So bitter diese in Teilen wahre Geschichte ist, beim Lesen dringt Poesie und Hoffnung durch. Ein ganz starkes Buch!