Zum Inhalt: Es ist gar nicht so einfach, etwas zum Inhalt zu schreiben, ohne zu spoilern. Reto und Max, zwei Medizinstudenten aus Zürich, machen sich mit ihrem VW-Bus Jahrgang 1985 auf den Weg nach St. Moritz, um sich als Hilfsskilehrer eine Auszeit zu gönnen. Das klapprige Gefährt ist das eine – doch es ist ausgerechnet Max’ übervolle Blase, die den beiden zu einem unerwarteten Vermögen verhilft und der Geschichte einen herrlich unterhaltsamen, beinahe aberwitzigen Rahmen verleiht, bei dem man sich das Schmunzeln kaum verkneifen kann.
Zitat: „Gewisse Einheimische erinnern mich an Arven: verwurzelt und knorrig.“
Meine Eindrücke: Wer ist der Autor Peter Tilly? Meine Recherchen ergaben: „Ein Geniesser, der gerne Zeit in der freien Natur des Engadins verbringt.“ Diese persönliche Verbindung zur Region ist im Buch deutlich spürbar. Als jemand, der selbst im Engadin wohnhaft ist, habe ich mich in der Bildsprache und den auflockernden, liebevoll gezeichneten Karikaturen immer wieder wiedererkannt – ein schönes Gefühl.
Mein Fazit: Dieses Buch liest sich sehr süffig. Man taucht mühelos in die atmosphärischen und witzigen Situationen der Handlung ein und lässt sich gerne treiben.
Ein Buch, das bestens unterhält, zum Schmunzeln anregt und sich wie eine kleine literarische Auszeit im Engadin anfühlt.