In diesem schmalen Gedichtband (als Verslegende untertitelt) erzählt die Autorin über Thekla, die in Naturgewässern schwimmt, auch in winterlicher Eiseskälte. Dabei begegnet sie einmal einem entlaufenen Tiger, oder macht sich auch Gedanken über Dinge, die in der modernen Zeit nicht mehr existieren, wie z.B. Schnurtelefone oder Telefonkabinen. Oder beobachtet, wer wann zum Schwimmen kommt.
Praktisch der ganze Band ist in Gedichtform gehalten, so entstand eine sehr poetische Erzählung. Teilweise mutete das Winterschwimmen fast wie ein Gerüst an, in das andere Themen, wie Jugend, Vergänglichkeit oder Freundschaft, eingebaut wurden. Die Beschreibung des anfänglichen Frierens beim Schwimmen im kalten See ist so bildlich dargestellt, dass der Leser beinahe mit ihr zittert. Insgesamt ein sehr gelungenes Buch.