Eine vorübergehende Blindheit stellt das Leben der 10jährigen Mona und ihrer Eltern auf den Kopf. Sie soll in eine Psychotherapie, doch ihr Grossvater Dadé, den sie sehr verehrt, nimmt sie heimlich jede Woche mit zu einem Kunstwerk. Er möchte, dass sie so viel Schönes wie möglich sieht, damit sie im Falle einer Erblindung von diesen inneren Bildern zehren kann. Diese 52 Museumsbesuche, in denen Mona zu Schauen lernt und Dadé viele Erläuterungen abgibt, sind verwoben mit der Romangeschichte von Monas Entwicklung und den Hindernissen in ihrer Familie. Dabei entwickelt sich Mona zu einer selbstbewussten Jugendlichen und kommt einem tabuisierten Familiengeheimnis über ihre verstorbene Grossmutter, die ihr sehr viel bedeutet, auf die Spur.
Wenn man all die besprochenen Kunstwerke auch auf sich wirken lassen wil, braucht man sehr viel Zeit, was sich aber lohnt. Ein gelungenes Werk, das nicht nur viel kunsthistorisches Wissen vermittelt, sondern auch philosophische Themen anspricht und alles auf kreative Weise miteinander verbindet.