Zakariya lebt in Berlin und sehnt sich nach Hassan. Er sehnt sich nach Heimat und Liebe und Männern. Er ist religiös, tolerant und entwurzelt, als Deutscher Türke in keiner Heimat zuhause. Und er möchte geliebt werden, er sucht, er datet, und sehnt sich nach Hassan, damals in Adana, und nach Dede, seinem Grossvater. Und in Almanya ist er der Fremde, und jedes Date vergleicht er mit Hassan, schwelgt in Erinnerungen, ist getrieben von der Suche nach Heimat und Liebe.
“Mein Wortschatz reicht nicht aus, um an diesem Ort zu sein, wer ich zuhause bin”.
“Ich habe Angst vor Männern, weil ich mich in Arme begehre, die mich jederzeit vernichten können”.
Die Erzählweise ist poetisch und intensiv, manchmal sehr explizit und ausführlich (“langsam zog ich ihm die Unterhose herunter, nur leicht,…”). Er erzählt radikal von Heimatlosigkeit und Begehren, von Enttäuschung und Wut und Sehnsucht, von Verletzlichkeit und Liebe und der Suche nach Glück und Beheimatung und Liebe. Ein ungewöhnliches Buch, aufrüttelnd und gewöhnungsbedürftig.