In diesem schmalen, als „eigentlich ein Roman“ betitelten Buch wird eine Familiengeschichte in der Schweiz der 50er und frühen 60er Jahren in gerade einmal 75 Seiten erzählt. Der Erzähler, als mittlerer von drei Brüdern, schildert Höhen und Tiefen des Zusammenlebens und kriegt dabei als guter Beobachter oft mehr mit als den Eltern lieb sein dürfte.
Die Sprache kommt sanft und leise daher, ist dicht und schön gewählt, mit feinen Nuancen in den beschriebenen Stimmungen. Zu Beginn habe ich mich mit der Ausdrucksweise etwas schwer getan, musste die langen Sätze oft zweimal lesen, habe mich aber dann schnell in die Sprache hineingefunden.
Ein von mir neu entdeckter Autor. Empfehlenswert!