Das Buch hat mir echt gut gefallen. Evelyn ist keine „perfekte“ Figur, sondern widersprüchlich – und gerade das macht sie spannend.
Am stärksten fand ich die Erzählweise: Evelyn erzählt ihre Lebensgeschichte im Interview mit Monique, und man fragt sich die ganze Zeit, warum ausgerechnet sie ausgewählt wurde. Dieser Rahmen hält die Spannung konstant hoch. Gleichzeitig mochte ich, wie Hollywood früher gezeigt wird. Glanz und Ruhm, aber auch Druck und viel, was hinter geschlossenen Türen passiert.
Das Buch spricht schwere Themen offen an – häusliche Gewalt, Machtmissbrauch, und wie Homo-/Bisexualität in dieser Zeit unsichtbar gemacht oder abgestraft wurde. Man kann verstehen, welche Kompromisse Menschen eingehen mussten, um zu überleben oder ihre Karriere zu schützen.