Pastor Tyler Caskey trauert noch immer um seine vor einem Jahr verstorbene Frau Lauren. Sie ist jung an einer schweren Krankheit gestorben. Ihm bleiben die beiden kleinen Mädchen und die Gemeinde. Nachdem die Gemeinde sich tief betroffen über den zu frühen Tod gezeigt hat, werden sie nun zunehmend ungehalten. Der Pastor hat sich um die Gemeinde zu kümmern. Die ältere Tochter verhält sich auffällig, in der Schule und überhaupt im Umgang mit anderen Kindern und auch mit Erwachsenen. Die Kleine ist in der Obhut der Grossmutter. Tyler steckt in einer tiefen Krise. Wir erfahren seine Geschichte, wie er seine Frau kennengelernt hat - eine ungewöhnliche Verbindung. Lauren entsprach so gar nicht dem Bild, das die Bewohner des kleinen Dorfes von einer Pastorenfrau haben. Hohe Absätze, teure Kleider… Tyler hingegen überzeugt sie als Pfarrer, als Seelsorger. Aber dann, mit dem Tod und seiner langen, tiefen Trauer, wandelt sich das. Er sieht sich sogar übler Nachrede ausgesetzt. Wie schafft er das? Er hadert mit sich, mit Gott, seinem Glauben, mit den Menschen.
Elizabeth Strout erzählt eine Geschichte, die man sich einfach lesend erzählen lassen kann - eintauchen und das Lesen ob all dem Traurigen gleichwohl geniessen.
Eine willkommene, angenehme Lektüre.