Zum Inhalt: Der Roman führt in die Zeit um ca. 2500 vor Christus, in die Jungsteinzeit. Mehrere Sippen und einzelne Protagonistinnen und Protagonisten prägen diese historische Erzählung. Im Mittelpunkt steht der aufwendige Bau von Stonehenge, dessen Errichtung immer wieder durch kriegerische Konflikte und Machtkämpfe behindert wird. Das Monument entsteht zunächst aus Holz und wird nach dessen Zerstörung später aus Stein neu aufgebaut. Die unterschiedlichen Lebensweisen der Sippen führen nicht nur zu verschiedenen Überlebensstrategien, sondern auch zu teils äusserst brutalen Auseinandersetzungen.
Zitat: „Die Götter verlangen, dass alles im Gleichgewicht ist. Auf einen Schlag folgt ein Gegenschlag. Was gestohlen wurde, muss ersetzt werden. Eine Lüge verlangt nach Wahrheit. Und ein Mord verlangt einen Toten. Das Gleichgewicht wird wiederhergestellt werden. Es ist der Wille der Götter!“
Meine Eindrücke: Ken Follett gelingt es eindrucksvoll, die Härte und Brutalität dieser frühen Epoche lebendig und atmosphärisch dicht darzustellen. Obwohl die Handlung in einer fernen Vergangenheit spielt, wirken viele Verhaltensmuster erstaunlich vertraut. Macht, Gewalt und Vergeltung prägen das Zusammenleben damals wie heute.
Mein Fazit: Ein empfehlenswerter historischer Roman für alle, die sich gerne auf ausführliche Erzählungen einlassen. Etwas Durchhaltevermögen ist nötig, doch die über 600 Seiten entführen gedanklich in eine faszinierende und kaum vorstellbare Zeit der Menschheitsgeschichte. Mich hat die Geschichte stark beeindruckt, auch wenn die Länge stellenweise Geduld verlangt – insgesamt aber absolut lesenswert.