Ada Brodbeck beschreibt ihre sehr schwere Kindheit in dem Buch, doch um das zu können muss sie für sich einen anderen Namen wählen und somit nennt sie sich Hannah. Denn nur so kann sie die Geschehnisse auch wirklich verarbeiten, wie sie schreibt.
Für mich war das Buch nicht einfach zu lesen, da sehr vieles nur angedeutet wurden oder aber beinahe Stichwortartig erzählt wurden und der Leser sich selbst dann ein Bild machen musste. Sicher die Kindheit war sehr schwer und vermutlich wäre es für Ada auch zu schrecklich gewesen ihre Geschichte detaillierter niederzuschreiben.
Von ihrer Mutter und auch Stiefmutter spricht sie nur von der Frau. Vom zweiten Mann ihrer Mutter vom Mann mit den Nadelstreifen und von ihrem Vater nur vom Mann von der Frau.
Während der Zugfahrt zu ihrer im sterben liegenden Mutter läuft die Kindheit von Ada resp. Hannah nochmals wie ein Film in ihren Gedanken.
Ihre Erinnerungen sind in kursiver Schrift geschrieben und die Gegenwart in normal Schrift mit ihren Gedanken, die sie gerade beim Zurückdenken befallen.
Ihre Mutter musste sie im Alter von 4 Jahren zu ihrem Vater geben, der mit einer neuen Frau zusammen lebte. Ihr Stiefvater hat sie vermutlich missbraucht. Auch ihr Vater und seine neue Frau missbrauchen das Kind sowohl psychisch wie auch physisch. Als Hannah sich einmal ihrer Cousine anvertraut und diese es ihrer Mutter sagt eskaliert alles und Hanna wird noch härter bestraft. Ihr Vater ist bekannt für seine Gewalttätigkeit und doch schauen alle weg.
Hanna hat in ihrer Kindheit ein einziges Mal wirklich eine schöne Zeit, und zwar in einem Sanatorium da sie Tuberkulose hatte und für 6 Monate zur Kur musste. Dort wurde sie nicht geschlagen, oder missbraucht, sondern durfte Kind sein. Aber auch da wagte sie nicht sich jemandem anzuvertrauen.
Von mir gäbe es 3,5 Sterne