Ich tue mich schwer damit, eine Rezension über dieses Buch zu schreiben - ein Buch, in dem es primär um “Nichts” geht, um das Nichts und dass nichts Nichts ist. Ich musste eine Weile vergehen lassen nach dem Lesen, weil mir fast nichts einfiel.
Dr. No, der eigentlich “Wala Kitu”, übersetzt “Nichts” heisst, ist Mathematikprofessor und forscht über “Nichts”. Nichts ist sicher vor ihm und seinem Forschungsdrang ;-) Der Milliardär John Sill engagiert ihn, um im Fort Knox an einen geheimnisvollen Schuhkarton mit “Nichts” zu gelangen.
Es dreht sich also die ganze Zeit über um nichts. Eigentlich ein genialer Einfall des Autors, dessen bisherige Bücher ich mit Begeisterung gelesen habe. Nichts ist besser geeignet für geniale Wortspielereinen als nichts. Es ist eine bizarre Reise, allerdings ist der Inhalt einfach “Nichts” und mir fällt fast nichts ein, das ich darüber schreiben könnte. Gefallen haben mir die Wortgewandtheit des brillanten Autors und der stark gesellschaftskritische (Rassismus, Kapitalismus, elitäre Macht), der manchmal nur subtil, manchmal expliziter zu Tage kommt. Dies immer mit scharfer Ironie.
Das Buch fordert dem Leser einiges Aufmerksamkeit ab und obwohl es als Krimi oder Thriller notiert ist, wird man es kaum als Pageturner bezeichnen können. Es passiert eigentlich nichts. Die Handlung enthält nicht die Art Spannung, die ich von einem Buch dieses Genres erwarten würde.