In diesem Buch erzählt Amélie Nothomb die Geschichte ihres Vaters. Diese beginnt, als er im Kongo als Geisel mit anderen vor das Erschiessungskommando geführt wird. Von dort blickt er als Ich-Erzähler zurück bis in die frühe Kindheit, als sein Vater starb und wie er daraufhin bei den Grosseltern aufwächst. Die Ferien verbringt er jeweils im verfallenden Anwesen der Familie seines verstorbenen Vaters in den Ardennen. Dort herrschen für die Kinder strenge Alltagsbedingungen mit zu wenig zu essen und Winter ohne Heizung. Der Schluss der Geschichte spielt, schön abgerundet, wieder im Kongo, wie der Vater als dort arbeitender Diplomat versucht, das Leben der Geiseln und sein eigenes durch sein Verhandlungsgeschick zu retten.
Die Sprache ist, wie bei Amélie Nothomb üblich, dicht gewählt. In diesem schmalen Buch finden 28 Jahre Leben des Vaters der Autorin Platz. Gegen Schluss wird diese allerdings im Eilzugstempo erzählt.
Erneut ein sehr schönes Buch von Amélie Nothomb.