Vorneweg: Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön, beeinflussen meine Rezension jedoch nicht.
Hazel wird als dreizehntes Kind in eine Familie geboren, die bereits zu viele Kinder hat und in der Lebensmittel, Zeit und Liebe etwas kurz kommen. Der “Endgültige” bietet daher den Eltern die Patenschaft für Hazel an und holt sie dann an ihrem 12. Geburtstag ab. Daraufhin bildet der Endgültige sie als Heilerin aus. Sie erhält die Fähigkeit, Krankheiten zu erkennen und eine Heilung dafür zu finden. So beschäftigt sie sich sodann in der “normalen” Welt, versucht in kleinen Dörfern oder grossen Städten, die Kranken zu kurieren und neue Heilmittel zu erschaffen.
Das Worldbuilding ist der Autorin gut gelungen, ein mittelalterliches Setting verbunden mit mythologischen Elementen. Einige Teile der Geschichte waren für mich persönlich zu lang und zu detailliert (der Anfang), andere hingegen (v.a. das Ende) viel zu kurz. Das Ende kam (zu) plötzlich und war zu kurz, da der Aufbau der Geschichte eher auf ein episches Finale hinzielte. Einige Aspekte (Hintergründe zu den verschiedenen Göttern, den Bezug zum Buchtitel, etc.) waren für mich ebenfalls zu knapp behandelt. Da wäre noch einiges an Potenzial vorhanden gewesen.
Als Charaktere stehen natürlich Hazel und der Endgültige im Vordergrund, wobei wir von letzterem leider nicht sehr viel erfahren. Hazel ist zu Beginn des Buches noch ein Kind und verändert sich dann im Verlaufe zu einer jungen Frau, die einiges durchmachen musste. Die Charakterentwicklung ist gut gelungen, obwohl ich nicht all ihre Entscheidungen nachvollziehen kann.
Gefallen hat mir insbesondere der Anfang, der ein spannendes Setting aufzubauen und Hazels Innenleben nachvollziehbar darzustellen vermochte.
Insgesamt war das Buch okay, für mich aber kein Highlight, definitiv aber auch nicht schlecht. Es war ein angenehmes Leseerlebnis.