Ein Mann erwacht allein auf einem Raumschiff – ohne Erinnerung an seine Identität oder seine Mission. Schritt für Schritt entdeckt er, dass das Schicksal der Erde von ihm abhängt. Während er im All ums Überleben kämpft, kehren die Erinnerungen an seine Vergangenheit zurück und enthüllen nach und nach den wahren Zweck seiner Reise.
Der Astronaut von Andy Weir ist ein Roman, der mich völlig überrascht hat. Obwohl Science-Fiction eigentlich nicht mein Genre ist, war ich von der ersten Seite an gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der unglaublich spannende Aufbau und die klugen Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit verleihen der Geschichte eine enorme Dynamik.
Besonders gelungen ist der Wechsel zwischen packender Handlung und naturwissenschaftlichen Erklärungen: präzise, verständlich und mit einer sympathischen Portion Humor, die nie belehrend wirkt.
Die Figuren – vor allem jene im All – sind dem Autor aussergewöhnlich gut gelungen. Man leidet mit ihnen, fiebert mit und freut sich ehrlich über ihre Erfolge. Gleichzeitig regt der Roman zum Nachdenken an: über unsere Erde, den Menschen an sich und unser Verhalten in Extremsituationen.
Für mich ist dieses Buch das erste grosse Lesehighlight des Jahres – die Messlatte liegt hoch. Klare, dringende Leseempfehlung.