Tja, was will man über einen Nobelpreisträger schreiben, noch dazu über einen, der Literatur im wahrsten Sinne des Wortes schreibt.
Einfach grossartig. Eine stilistische Meisterleistung. Leider kann ich kein Ungarisch und ich könnte mir vorstellen, dass vieles auch unübersetzbar ist. Auch so ist das Buch in höchstem Masse ergreifend.
Bei der Gelegenheit möchte ich noch eine allgemein zugängliche Erzählung des Meisters empfehlen, ins Englische unter dem Titel “Someone’s knocking at my door” übersetzt: https://archive.nytimes.com/opinionator.blogs.nytimes.com/2013/01/12/someones-knocking-at-my-door/
Ein Text, der den Verzwickungen von Hass, Selbsthass, innerer Schwäche und äusserer Stärke auf den Grund geht. Sie hilft, den Wahnsinn unserer Zeit nachzuempfinden und einzuordnen. Stilistisch operiert der Autor wie auch in den Büchern mit der Ein-Satz-Methode und kriegt es wiederum hin, dass der Text spannend und keineswegs langatmig oder schwerfällig rüberkommt.
So ist das eben, wenn ein Autor sein Handwerk beherrscht.