Als ich Oliver auf Instagram kennengelernt habe, wusste ich noch nicht im Detail, welchen Weg er durchgemacht hat. Das hat sich schlagartig verändert, als ich die ersten Seiten gelesen habe.
Bewegend und emotional lernen wir Oliver in diesem Buch kennen. Er nimmt uns mit auf eine Reise in seine Kindheit, erzählt von seinem Aufwachsen und beschreibt, wie er das erste Mal mit Alkohol und Drogen in Kontakt gekommen ist. Der innere Kampf um Zugehörigkeit und das Gefühl, endlich anzukommen, hat mich tief berührt.
Dieses Buch lässt sich nicht einfach mit «gut» oder «schlecht» bewerten. Es ist ein Weckruf an die Gesellschaft, die Augen vor dem Thema Alkoholmissbrauch nicht länger zu verschliessen, sondern zu öffnen und genau hinzuschauen. Wie viele Menschen kämpfen denselben Kampf, trauen sich nicht, um Hilfe zu bitten, weil sie glauben, funktionieren zu müssen? An vielen Stellen liefen mir die Tränen, denn Olivers Weg geht unter die Haut. Die Zeilen im Buch sind bewegend, tiefgründig, schonungslos ehrlich und absolut lebensnah. Es wird nichts schöngeredet, sondern wir erleben Oliver am schlimmsten Tiefpunkt seines Lebens.
Das Buch enthält Fotos, die Olivers Weg dokumentieren und seine Geschichte noch greifbarer machen. Am Ende des Buches gibt es ein Nachwort. Es ist kein Text, den Oliver geschrieben hat, sondern ein Text seiner Mama zu Lebzeiten. Emotionaler kann dieses Buch nicht.
Danke lieber Oliver für dieses Buch. Mit viel Mut und Stärke hast Du uns teilhaben lassen an Deinem Weg. Du kannst sehr stolz sein auf Dich und hast den grössten Respekt verdient!
«Ein Gesprächsangebot an uns alle»