The Games Gods Play ist eine spannende Urban-Romantic-Fantasy Story mit griechischen Göttern und Mythen. Im Mittelpunkt stehen die Crucible Spiele, 12 göttlichen Prüfungen, die alle 100 Jahre stattfinden. Die Götter wählen jeweils einen sterblichen Champion aus, die für sie in den Heldentaten antreten. Am Ende wird entschieden, wer neuer König der Götter, Herrscher über den Olymp wird.
Doch dieses Mal läuft alles anders, denn Hades nimmt erstmals an den Spielen teil, was bei den übrigen Göttern alles andere als gut ankommt. Und so findet sich auch Lyra unfreiwillig mitten in den Spielen wieder, denn sie ist Hades Championesse.
Lyra arbeitet eigentlich in der Verwaltung einer Diebes Gilde in San Francisco. Am Abend vor den Spielen wollte sie die Aufmerksamkeit eines anderen Gottes erregen, um endlich einen Fluch loszuwerden, den sie mehr als satthat. Doch trifft sie nicht auf Zeus, sondern Hades. Sie ist eine starke Protagonistin, mit Ecken und Kanten, dabei ist sie nicht auf den Mund gefallen. Lyra ist mutig, sarkastisch und sie stellt das Wohl anderer über ihr eigenes. Eine Eigenschaft, die nicht nur mich, sondern auch Hades regelmäßig zur Weißglut treibt.
Und Hades? Naja, sexy, düster, geheimnisvoll und mit einem weichen Herz, dass er kaum einen sehen lässt. Er spielt nach seinen eigenen Regeln und scheut sich nicht davor, die Regeln für Lyra zu brechen. Dabei bleibt er jedoch lange undurchschaubar.
Auch die anderen Charaktere sind intensiv und charismatisch. Der Schreibstil hat mich sofort abgeholt; bildhaft, flüssig und emotional. Dass man direkt ins Geschehen geworfen wird, passt perfekt zur Story. Die kurzen Kapitel und die Kapitelüberschriften sind zudem richtig gut gestaltet. Die Spannung ist stets da und man fiebert mit Lyra, Hades und den anderen mit. Besonders bei den Spielen, die teilweise richtig crazy sind. Das Setting im Olymp, der Unterwelt, bei den Spielen und in San Francisco macht Spaß und die mythologischen Elemente sind stimmig und gut eingebaut. Es gab einige unerwartete Wendungen und der Cliffhanger ist echt mies.
Mein absolutes Highlight, neben Hades selbst (der die Längen des Buches weg macht), ist die Beziehung zwischen Hades und Lyra. Die Tension und der Slow Burn sind so unglaublich gutgeschrieben, man steht ständig unter Strom. Vor allem Hades Dialoge haben es mir angetan. Die Entwicklung der beiden fühlt sich authentisch und intensiv an, sowohl gemeinsam als auch individuell.
Fazit: Ein bisschen Hunger Games Vibes trifft auf griechische Götter und Mythologie, eine starke, mutige und verletzliche Heldin und ordentliche broody Shadow Daddy Vibes. Zwei Außenseiter, die das Göttergefüge ins Wanken bringen.
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