Die alternde Frankie erzählt ihrem Pfleger ihr turbulentes Leben. Aufgewachsen in einer streng katholischen irischen Stieffamilie, willigt sie zu jung in eine Ehe mit einem Priester ein. Nach deren Scheitern wird sie verstossen und beginnt in London ein neues Leben aufzubauen. Ihre lesbische Chefin, die ein Auge auf sie geworfen hat, nimmt sie mit nach New York, wo sie Frankie fallen lässt, die sich allein und ohne Geld neu orientieren muss. Unerwartet beginnen hier einige glückliche Jahre, sie findet Liebe, taucht mit ihrem Mann in der Kunstszene ein und baut ein eigenes Restaurant auf. Doch auch diese Beziehung geht in die Brüche und die AIDS Epidemie führt zu vielen Verlusten in ihrem Umfeld. Schliesslich geht sie abrupt zurück nach London. Bis zu letzt ist ihre Kindheitsfreundin Nor an ihrer Seite.
Ich habe das Buch im Rahmen des Book circle gelesen und bin nicht so begeistert. Das Buch liest sich flüssig, aber ist von der Thematik und Stimmung aber eher melancholisch. Mir scheint, Graham Norton wollte statt einer Lebensgeschichte eher eine Zeitengeschichte der 50-80er erzählen, denn die Figuren haben wenig Tiefgang und blieben mir immer seltsam distanziert. Zudem wurden die restlichen 30+ Jahre ihres Lebens in ein paar kurzen Sätzen abgehandelt. Gepackt hat es mich nicht.
Das Zitat von Bonnie Garmus auf dem cover, welches eine Assoziation ihrer Frage der Chemie fand ich unpassend, da nicht vergleichbar: letzteres war wesentlich unterhaltsamer und hatte Humor.
Alles in allem finde ich das Buch nicht lesenswert. Es ist ok, aber kein grosser Wurf; für Unterhaltung hat es mir zu viel Schwere. Ich bin auch nicht motiviert, ein weiteres Buch von Graham Norton zu lesen.