Analytisch erzählt der Erzähler die psychisch Kranke Biografie seiner Familie. So häufen sich Bipolarität, Suizidversuche, Alkoholiker, Depressionen. Was wenn er, der Erzähler, ebenfalls eine psychische Diagnose erhält? Was wenn er als “verrückt” abgestempelt wird? Er kommt in die Klinik, jedoch als Psychologe und hat nun tagtäglich mit Menschen zu tun, die ihr Leben in der Gesellschaft nicht mehr zu stemmen vermögen. Er hört zu. Er fragt nach. Er lernt, dass jeder Mensch so viel mehr ist als nur eine Diagnose.
Ich hatte die wissenschaftlichen Einschübe über die Entstehung der Psychologie (z.B. Freud, Jung), sowie die Erklärungen verschiedener Diagnosen sehr gerne gelesen. Jedoch fand ich die Erzählung über die verschiedenen Familienmitglieder zu lange und oft nicht sehr flüssig geschrieben. Das Buch stellt die wichtige Frage: Wann ist ein Mensch normal? Vielleicht muss unsere Gesellschaft sich in Toleranz üben. Ganz wichtig finde ich die Aussage “Jeder hat das Recht sein Problem zu behalten”.