In J.D. Summers “New York Christmas Melody” geht es um eine ehemalige Pop-Prinzessin, die gemeinsam mit dem charmanten Rockstar Benjamin Kingston ein Weihnachtsduett aufnimmt, um ihre Karriere wieder anzukurbeln. Als die Presse die beiden für ein echtes Paar hält, beschliesst das Management: Sie sollen bis Neujahr ein Fake-Paar spielen. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Inszenierung und echten Gefühlen im weihnachtlichen New York.
Die Geschichte klingt vorerst vielversprechend und bedient klassische Romance-Tropes wie Fake-Dating und Rockstar-Romance. Für meinen Geschmack passierte in diesem Buch jedoch zu wenig. Die Handlung zieht sich stellenweise, und die Charaktere bleiben recht flach – es fehlt an Tiefgang, der die Figuren wirklich greifbar machen würde. Die Handlungsstränge und Dialoge sind grösstenteils eher oberflächlich und klischeehaft. Wer bereits andere Fake-Dating-Romane oder Weihnachtsgeschichten gelesen hat, wird hier wenig Überraschendes finden.
Der Schreibstil ist schlicht und unkompliziert, was das Buch zu einer leichten, schnellen Lektüre macht. Allerdings fehlt es an besonderen sprachlichen Momenten – die Beschreibungen sind funktional, aber nicht atmosphärisch genug, um einen wirklich nach New York zu entführen. Einige Ausdrücke wirken zudem nicht ganz passend, was den Lesefluss gelegentlich stört.
Ich würde das Buch allen empfehlen, die eine seichte Weihnachtslektüre für zwischendurch suchen und denen ein winterliches New York-Setting mit ein bisschen Rockstar-Glamour potentiell gefallen könnte. Wer jedoch anspruchsvolle Romance oder besonders kreative Umsetzungen des Fake-Dating-Tropes sucht, sollte lieber zu anderen Vertretern des Genres greifen.