… vor allem deshalb, weil auch sehr viel Geschichte erzählt wird. An und für sich finde ich das sehr spannend, aber hier hat es mich einfach in der Haupthandlung gestört. Ich habe das Buch auch extra noch in physischer Form ausgeliehen, weil ich hoffte, dass man die die gegenwärtige Handlung besser von der vergangenen unterscheiden kann - dem war aber nicht so.
Nikolaus von Kues, auch Cusanus, ist ein deutscher Theologe und Philosoph, der für mich durchaus interessante Ansichten hatte. Doch diese philosophischen Ansätze und Glaubensfragen standen für mich im krassen Gegensatz zu dem “Jetzt”-Strang, den ich für mich persönlich viel lieber etwas mehr ausgeführt gehabt hätte. Auch habe ich erwartet, dass der Sufismus etwas mehr Raum einnehmen würde.
Eine schöne, tiefsinnige Erzählung, die jedoch mindestens genauso viel geschichtliche Handlung mit sich bringt. Wer das mag, dem sei dieses Buch empfohlen. Für mich war es wohl der falsche Zeitpunkt und ich habe einfach mehr eine Liebesgeschichte erwartet. Neugierig gemacht hat mich das Buch allerdings auf Istanbul, wohl eine facettenreiche Stadt, die sehr viel zu bieten hat.