Dieses Buch erzählt die Liebesgeschichte von Liv und Parker, die sich bereits in ihren jungen Teenagerjahren sehr anziehend finden. Jahre später, gezeichnet von Vergangenheit und Entscheidungen, kreuzen sich ihre Wege erneut. Im Mittelpunkt steht dabei weniger eine düstere Handlung als vielmehr das Wiederaufleben alter Gefühle .
Der Schreibstil von Holly Renee ist angenehm und flüssig, besonders die Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben mir gut gefallen und hat ein bisschen die Spannung aufrecht erhalten.
Allerdings wirkte die Liebesgeschichte für mich insgesamt zu überdramatisiert. Viele Konflikte drehen sich stark um Emotionen, Missverständnisse und innere Zerrissenheit, ohne dabei wirklich neue oder überraschende Wendungen zu bieten. Gerade durch den Titel hatte ich eine Dark Romance erwartet, düstere Elemente, moralische Grauzonen oder eine dunkle Vergangenheit. Das schlimmste hier jedoch ist höchstens Betrug.
Besonders positiv hervorzuheben ist die Tattoo-Studio-Komponente, da ich persönlich alles rund um Tattoos liebe.
Insgesamt ist Where the Good Girls Go to Die eine emotionale Second-Chance-Romance mit schönem Schreibstil, die für mich jedoch storytechnisch etwas zu lahm war.