Schon der Einband des Buches hat mich sofort angesprochen. Die Farbkombination aus Türkis und Lila wirkt sehr harmonisch, und die vielen kleinen Herzen waren für mich direkt ein Blickfang. Besonders, weil ich derzeit Violett ohnehin sehr mag, hat mir das Hardcover optisch ausgesprochen gut gefallen.
In die Geschichte selbst fand ich allerdings zunächst etwas schwer hinein. Die Vielzahl an Charakteren machte es mir anfangs nicht leicht, den Überblick zu behalten, und ich hatte das Gefühl, schon mitten in der Handlung zu stehen, bevor mir wirklich klar war, wer welche Rolle spielt. Dadurch wirkte der Einstieg etwas holprig.
Mit der Zeit konnte ich jedoch besser in die Welt des Romans eintauchen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm leicht, warmherzig und liebevoll gewählt – dadurch entsteht eine einladende, sympathische Atmosphäre, die mir grundsätzlich sehr gefällt.
Dennoch hatte ich im zweiten Teil gewisse Mühe. Einerseits wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht, weil mich die Geschichte durchaus fasziniert hat. Andererseits fiel es mir schwer, dranzubleiben, und manche Passagen musste ich sogar zweimal lesen. Vor allem Pips Mutter ließ mich fassungslos zurück; ihr Verhalten hat mich beim Lesen regelrecht wütend gemacht.
Trotz dieser gemischten Eindrücke hoffte ich auf ein überzeugendes Ende – und das Happy End haben mir tatsächlich am besten gefallen. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass viele der spannenden Charaktere nicht vollständig auserzählt wurden. Hier würde ich mir wünschen, dass die Autorin manche Figuren noch weiterentwickelt oder ihre Geschichten vertieft.
Cecelia Aherns Schreibstil mag ich grundsätzlich sehr gerne: Er ist lebendig, gefühlvoll und angenehm zu lesen. Dieses Buch gehört jedoch nicht zu meinen Favoriten. Es war solide und hatte schöne Momente, konnte mich insgesamt aber nicht vollständig begeistern.