Ich habe Down Cemetery Road von Mick Herron im Rahmen einer Verlosung für eine Leserunde, hier im Book Circle entdeckt. Der Klappentext machte mich neugierig, und auf dem Cover prangte ein Sticker mit dem Hinweis auf die Apple-TV-Adaption – das weckte hohe Erwartungen.
Die Geschichte beginnt vielversprechend: Ein Knall erschüttert einen ruhigen Vorort von Oxford, ein Haus explodiert und ein Kind verschwindet. Doch die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen. Das Buch lässt sich schwer in eine Genre einordnen: Es ist ein wenig alles und nichts. Die Figuren blieben mir fremd, keine wurde mir sympathisch, was mir den Zugang zur Handlung erschwert hat. Auch die Sprache und das Tempo sind ungleichmässig. Die Ausgangsidee klingt spannend, aber die Geschichte verliert sich in einem Netz aus Verschwörungen, das weder fesselt noch glaubwürdig erscheint. Insgesamt konnte ich das Buch nicht geniessen – vielleicht funktioniert die TV-Adaption besser, aber als Lektüre hat es mich enttäuscht.