Ich durfte Down Cemetery Road im Zuge einer Leserunde entdecken und war sehr gespannt auf das Buch, da aufgrund der Verfilmung mit Emma Thompson einiges darüber geschrieben wurde. Das Urteil fällt mir aus verschiedenen Gründen schwer: Ich konnte mich während des Lesens mit den Protagonisten nicht wirklich identifizieren, keine der Figuren wurde mir sympathisch, und sie blieben mir allesamt ziemlich fremd. Auch die Sprache, das Tempo und der Humor des Autors sind für mich schwer zu fassen: Mal wird ziemlich rasant vorgespult, mal zieht sich das Ganze in die Länge, man wird nüchtern beschrieben, mal mit derben Worten oder teilweise etwas rätselhaftem Humor. Und nur schon das Genre ist kaum einzugrenzen: Ein Krimi ist es nicht wirklich, da eigentlich niemand so wirklich ermittelt (bzw. die Ermittlung nicht im Mittelpunkt steht), ein Thriller auch nicht (zu wenig spannend), und als Roman, wie auf dem Cover vermerkt, würde ich es auch nicht bezeichnen. Ich bin gespannt, ob die TV-Adaption besser funktioniert!