Das Buch startet mit einem unglaublichen Tempo: 10 Seiten und ich bin bereits mitten in der Geschichte! Doch diese Beschleunigung, die jeden Rennwagen vor Neid erblassen lassen würde, hat ihren Preis. Das World Builiding und die Charaktere bleiben flach. Insgesamt empfand ich den Einstieg aber als vielversprechend.
Im Mittelteil folgt das mM nach typische Romantasy „Gezeter.“ Er liebt mich, er liebt mich nicht - eine Geschichte so alt wie Margeriten🌼. Ist jetzt nicht meins, weil ich einfach keine Romance-Maus bin aber das ist ja dann wohl mein Verfehlen. Grundsätzlich war das Knistern wohl schon da.
Das Ende nimmt dafür wieder das rasante Tempo des Anfangs auf und es passieren mehr Dinge gleichzeitig als ein Zirkusartist Bälle in der Luft halten kann… Ein bisschen viel also - aber auch Spannend. Ich kaute mir die Fingernägel ab und hibbelte auf der Kante des Sessels herum. Das Ende war mir aber dann doch zu plötzlich. Und zu offen.
Mein Fazit ist durchzogen. Einerseits serviert Cassidy mit das Lied der Tiefe ein spannungsgeladenes und dicht getaktetes Buch, welches (passenderweise) wie Sirenengesang die Lesenden in einen Bann zieht. Andererseits bleibt das World Building nach meinem Geschmack zu oberflächlich und die Charaktere handeln häufig nicht ganz nachvollziehbar in ihrem Liebesrausch. Zudem ist das Ende gelinde gesagt chaotisch…