Ein Buch eines israelischen Schriftstellers, das mich - wie fast alle Bücher, die Israel und Palästina zum Thema haben - wieder sehr erschüttert hat. Denn es ist ein Tagebuch ab dem 7. Okober 2023 und es wird nichts beschönigt, sondern es wird beschrieben, was es für eine israelische Familie heisst, in Tel Aviv zu leben. Und es wird darüber nachgedacht, wie Frieden gefunden werden kann zwischen zwei Parteien, bei dem keiner einen Schritt auf den anderen zu machen will. Wobei es aber eben der “hohe Machthaber” ist, denn Dror Mishani gehört zu den Individuen, die einen reflektierten Blick auf das Geschehen haben und bereit sind, sich auch einmal in die andere Partei zu denken.
Für mich ein informatives und wichtiges Buch, auch wenn es tatsächlich nicht viel Aussicht hat. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ebenfalls absolut empfehlenswert, wer sich mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt auseinandersetzen und eben auch ein wenig Hoffnung haben will: Apeirogon von Colum McCann. Und ein Buch, welches ich auch wunderbar finde, dessen Titel schon alles sagt: Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen von Navid Kermani.