Auch in diesem Band hat Stephanie Garber in meinen Augen wieder ein grossartiges Werk geschaffen. Ihr Schreibstil ist nach wie vor fesselnd; die kurzen Kapitel und die wechselnde Perspektive der Schwestern sorgen dafür, dass man ständig weiterlesen möchte. Die verschiedenen Protagonisten wirken interessant und sympathisch, das Setting wie immer magisch und atmosphärisch.
Die Geschichte nimmt einen sofort mit auf die Reise: Nachdem Scarlett und Donatella ihre Mutter befreien konnten, möchten sie sie nun um jeden Preis beschützen. Die Gefühle der beiden sind gemischt, aber dennoch absolut nachvollziehbar. Besonders gut gefallen hat mir, dass sich die Handlung zunehmend ins Dunklere entwickelt – denn Magie bedeutet nicht, dass alles immer schön und leicht ist.
Scarlett gerät in grosse Gefahr, als sie erfährt, dass ihr leiblicher Vater der gefallene Stern aus den Schicksalmächten ist. Der darauffolgende Kampf gegen diese Mächte, Seite an Seite mit Legend und Julian, ist nervenaufreibend, voller unerwarteter Wendungen und durchzogen von purer Magie.
Insgesamt hat mich diese Trilogie sehr begeistert. Lediglich das Ende stellt für mich einen kleinen Abzugspunkt dar: Ich hätte mir hier deutlich mehr erhofft. Es wirkte auf mich etwas abrupt – so sehr, dass ich die letzten Seiten zweimal gelesen habe, um sicherzugehen, nichts übersehen zu haben. Zwar gibt es ein Happy End, doch es war leider nicht ganz nach meinem Geschmack.