Nach dem Tod seiner Frau legt A.J. Fikrys Leben eine Pause ein. Er ernährt sich nur noch von Mikrowellen-Essen, gibt sich dem Alkohol hin und seinem Buchladen schenkt er auch nicht mehr so viel Beachtung. Seine Frau war sowieso für die zwischenmenschlichen Nuancen mit der Kundschaft zuständig. Dann passieren zwei Ereignisse fast gleichzeitig. Erstens verschwindet eine wertvolle Erstausgabe aus A.J.s Wohnung, die war seine Rentenabsicherung, und zweitens findet er ein kleines Mädchen ganz allein in seiner Buchhandlung. Von nun an wird sich A.J.s Leben auf erstaunliche Weise verändern.
Gabrielle Zevins Schreibstil ist gewohnt humorvoll und ihre Geschichte erzählt sie in vielen Zeitsprüngen. Sie hält sich nicht zu lange mit den unwichtigen Alltagssituationen auf und konzentriert sich viel lieber auf die unterhaltsamen, tragischen oder freudigen Umstände. A.J. kommt als griesgrämiger Eigenbrötler daher, aber mit der Zeit habe ich ihn richtig ins Herz geschlossen. Er baut sich nach seinem schweren Schicksalsschlag ein völlig neues Leben auf. Und was gibt es Besseres, als eine eigene Buchhandlung zu betreiben (oder seine Wohnung direkt darüber zu haben)?!
Das Buch wurde 2022 unter dem Titel “The Storied Life of A.J. Fikry” mit Kunal Nayyar (bekannt als Raj aus “The Big Bang Theory”) verfilmt.