Ein Roman über das karge Leben der Bauern im Maggiatal um 1927. Der Autor schreibt in der Ich-Form aus Sicht von Gori. Es ist Gori’s Geschichte. Es ist sein Leben. Der Autor hat seinen Roman mit echten Zeitgeschehnissen verknüpft. Gori’s Leben und das Leben der Bauern zur damaligen Zeit, war geprägt von extremer Armut, harter Landarbeit mit Unfällen welche zu einer hohen Sterblichkeit geführt haben, mit einer extrem hohen Kindersterblichkeit, einer fehlenden Zukunftsperspektive, einer strengen religiösen Ordnung und soziale Kontrolle der Dorfgemeinschaft. Der Autor schildert realistisch und schonungslos. Man lebte mehr von Entbehrungen als von Hoffnung.
Die Hauptfigur Gori wandert nach Amerika aus und kommt nach 20Jahren wieder zurück. Doch die Hoffnung sein Heimweh vergehe dadurch, wird schnell zerstört. In Amerika war er erfolgreich, doch ohne Erfüllung. Zurück in der Heimat, ist nichts mehr so wie es mal war. Nichts ist mehr so, wie er sich seine Heimat, in seinem Heimweh noch vorgestellt hat. Er ist gefangen zwischen 2 Welten und zu keiner gehört er mehr vollständig.
“Äusserung des Pfarrers zur hohen Kindersterblichkeit, um Trost zu spenden: Jede Familie braucht ihre eigenen Engel.”
“Die einzige Zeit ohne Sorgen war für die Männer der Militärdienst.”
“Auswanderer tragen ihr Heimweh wie eine Krankheit mit sich herum.”
“Die Mutter erholte sich zwischen einer Geburt und der nächsten nicht mehr so weit, dass sie das Bett verlassen konnte. Zum Glück schaute der Herrgott von Zeit zu Zeit hinab und holte sich ein Engelchen.”
“Die Leute verstehen ihre Krätze zu verstecken.”
Ein reflektierter Roman über Heimat, Verlust, Identität und Zeit.