Ernst „Aschi“ Hunziker hat für sein Patenkind, das längst erwachsen ist, dieses Buch geschrieben: Er hatte die Idee, 24 Adventsgeschichten für sie auf Berndeutsch – „äbe Adväntsgschichte“ – aufzuschreiben; einmal quer durchs Alphabet. Die Illustrationen hat Aschis Cousin Martin Mostosi beigesteuert.
Erster Eindruck: Ein einfacher Buchtitel auf einer schwarz-weissen Zeichnung – gefällt mir.
Ich liebe es, in meiner Muttersprache, dem Berndeutschen, zu lesen. Und ich mag die Advents- und Weihnachtszeit. Also ist dieses Buch doch wie gemacht für mich, oder?
Der Autor hat sich bei jedem Buchstaben ein kurzes Thema überlegt; bei I u J war es „Jesus“. Er führte aus, dass man beim Gegenüber häufig nur die Fassade sieht, das Äussere. Ja, das stimmt wohl, denn man sieht nicht in den Menschen hinein. Wie war es bei Jesus? Hier sagt er u.a. „Är het äbe no meh z biete gha als sys Üssere. E ärdetöifi Mönschlechkeit zum Bispiel. […] Me würdi hütt säge, dass är nid gwinnorientiert isch gsy. Uf kere Äbeni. […] Är isch Mönsch gsy.“
Bei den anderen Buchstaben finden sich Themen wie „Carpe diem“, „Läbe“, „Optimismus“ oder auch „Tram“. Was diese Dinge mit Advent zu tun haben? Hier hilft nur: selbst lesen!
Die Geschichten haben mir sehr gut gefallen, die Illustrationen ebenso. Für diese beiden Punkte würde ich 5 Sterne vergeben. Aber – natürlich gibt es ein Aber – die nachfolgenden Punkte haben meine Bewertung nach unten gedrückt: Das Buch ist leider nur ein Büchlein, denn es hat lediglich 56 Seiten, ist zwar gebunden, hat aber kein Lesebändchen. Die Schrift ist aus meiner Sicht zu klein, zudem hätte ein anderes, luftigeres Layout dem Ganzen gutgetan und zu einem grösseren Seitenumfang geführt. Daher gibt es von mir 4 Sterne.