Gleich zu Beginn wirft Sveistrup den Leser in einen verstörenden Fall:
Auf einem Spielplatz liegt die entstellte Leiche einer jungen Frau, darüber schwingt ein Kastanienmännchen – versehen mit dem Fingerabdruck eines längst ermordeten Mädchens.
Kommissarin Naia Thulin und ihr Partner Mark Hess stehen vor einem Rätsel, das sich mit jeder neuen Spur weiter verdichtet. Und als ein zweites Kastanienmännchen auftaucht, nimmt der Fall endgültig Fahrt auf.
Der Thriller ist klug konstruiert und bis zum Schluss unvorhersehbar.
Trotz der Komplexität verliert man nie den Faden – im Gegenteil:
Die verschiedenen Perspektiven erzeugen einen Spannungsbogen,
der über mehr als 600 Seiten hinweg trägt.
Für mich ist „Der Kastanienmann“ ein atmosphärischer, düsterer Thriller,
der Lust auf mehr macht.
Ich habe bereits die ersten beiden Folgen der Verfilmung auf Netflix geschaut und glaube, das wurde richtig gut umgesetzt!