«Der unsichtbare Mann», erschienen vor 75 Jahren ist ein Eckpfeiler der US-Amerikanischer Literatur. Was den Roman neben dem Inhalt ausmacht, ist die moderne Erzählweise. Der Stil des Romans erinnert an den Modernismus der damaligen europäischen Literatur.
Der Roman folgt in Joyce’ischer Manier anhand eines inneren Monologs dem Protagonisten durch seine Odyssey vom Süden der USA nach New York. Episode folgt auf Episode, der afroamerikanische Erzähler wird von allen ausgenutzt. Jedes Gegenüber sieht in ihm nur dass was er oder sie sehen will. Im Verlauf der knapp 600 Seiten verliert der Erzähler nach und nach seinen Glauben und verschwindet wahrhaftig in einem Loch.
Das Buch ist ein Meisterwerk, auch wenn es lange geht, bis man in das Labyrinth des Stils reinfindet. Die Darstellung der Afroamerikanischer Erfahrung in den USA ist ein Muss für alle die dieses Land besser verstehen wollen.
Pflichtlektüre für alle Humanisten