Die Holländerinnen basiert auf einem realen Fall aus dem Jahre 2014. Damals verschwanden zwei niederländische Studentinnen spurlos im panamaischen Regenwald. Das mysteriöse an der Sache war die Entdeckung der Fotokamera der Vermissten. Die letzten Bilder zeigen dunkle Szenen, so als hätte man den Auslöser gedrückt, um die Dunkelheit der Umgebung kurz zu erleuchten, damit man den Weg erkennen kann. So ähnlich ist es auch in Elmigers Buch. Erzählt wird die Geschichte von einer namenlosen Ich- Erzählerin, die in einer Poetikvorlesung von einer einstigen Reise berichtet. Damals wurde sie von einem Theaterregisseur gebeten, ihn und seine Crew in den Regenwald zu begleiten, um ein Gefühl für die Verlorenheit in der unbekannten Wildnis zu bekommen, damit dieses im Anschluss besser an das Publikum übertragen werden kann. Die Erzählerin hat den Auftrag das Drehbuch zu erarbeiten. Doch die Reise verläuft anders als geplant und die Crew verirrt sich tatsächlich im Dickicht des Regenwaldes. Während der weiteren Erzählung erfährt der Leser mehr von den einzelnen Menschen. Schaurige Geschichten werden kundgetan - ähnlich wie es vielleicht in jungen Jahren am Lagerfeuer erzählt wurde.
Erzählt wird der Roman ausschliesslich im Konjunktiv, was meiner Meinung nach den Plot besser nachempfinden lässt. Alles ist ein wenig konfus und die einzelnen Geschichten erscheinen zunächst zusammhanglos, was die Ausweglosigkeit - verirrt im Regenwald - beschreibt. Dieser, eher ungewöhnliche Stil, gefiel mit recht gut. Ich konnte auf diese Weise besser die Gefühle der Figuren nachempfinden.