Jamalludin, ältester Sohn des Imams im Kaukasus, wird 1838 mit 9 Jahren an den Zar Nikolaus I. als Unterpfand im Krieg abgegeben. Drei Tage soll Jamalludin bei den Russen verbringen und danach ausgelöst werden. Doch die Reise geht gleich los nach St. Petersburg und eine ganze Weile noch hofft und betet Jamalludin um Rückkehr zu seinem Volk. Doch die Zeit vergeht. Der Zar ist grosszügig zu Jamalludin. Er bekommt eine ausgezeichnete russische Ausbildung und bewegt sich in den höchsten russischen Kreisen. Doch den jungen Mann treibt stetig die Frage nach seiner Identität um. Nach 15 Jahren in Gefangenschaft kehrt Jamalludin zu seiner Familie und seinem Volk zurück und mehr denn je muss er sich die Frage stellen, wo er hingehört.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Jamalludin über 19 Jahr seines Lebens hinweg erzählt und gibt sehr eindrücklich die emotionale Stimmung des Jungen und jungen Mannes wieder sowie interessante Einblicke in die russische Kultur zu jener Zeit, Jamalludins Bemühen um Eingliederung in die russische Gesellschaft und sich dabei gleichzeitig treu zu bleiben, verbunden zu bleiben zum Zuhause und der Familie.
Die Sprache liest sich flüssig, mir hat zwischendurch der Spannungsbogen etwas gefehlt.
Ich kann das Buch allen empfehlen, die sich für russische Geschichte interessieren.
Medium: Buch