Das Dream Hotel ist eine Dystopie, die in nicht allzu ferner Zukunft angesiedelt ist. Sara wird nach einer Geschäftsreise bei der Ankunft am Flughafen angehalten und wegen zu hohen Risikowerten einbehalten. Was als maximal 21 Tage dauernde Einbehaltung geplant ist, stellt sich schnell als länger dauernde Erfahrung heraus. Sara muss sich an (sich ändernde) Regeln halten, arbeiten, und «…beweisen, dass sie es verdient hat, nicht mehr von ihm [dem System] kontrolliert zu werden.»
Die Geschichte von Sara zeigt die Macht der Daten, die wir ständig auch völlig unaufgefordert und freiwillig weitergeben. Der Algorithmus kennt uns besser als wir selbst, und ‘weiss’ z.B., ob wir in Zukunft ein Verbrechen planen. Sich aus diesem System wieder zu befreien, stellt sich als äusserst schwierig heraus.
Das Buch ist spannend geschrieben und gibt viel «Food for thought». Man wird sich plötzlich bewusst, wie viele Daten man selbst ständig teilt, und fragt sich, ob es wirklich immer nötig ist, und vielleicht auch, wie lange es dauert, bis wir in einer Welt wie der von Sara leben.