Das Buch packt einen schnell und grade das anfängliche Hin und Her zwischen den beiden Protagonisten ist sehr faszinierend. Leider fällt der Spannungsbogen aber genauso schnell wieder ab. Die Szenen fühlen sich überzogen und ruckelig an. Es geht von einem Ereignis zum nächsten, grosse Emotionen, alles viel zu schnell. Man kann sich nicht richtig in die Geschichte und die Protagonisten reinfühlen und es fehlt die Tiefe, die man sich grade von Romantacy eigentlich wünscht.
Genauso schwammig wie die Geschichte selbst, ist das Worldbuilding. Alles wird irgendwie ein bissschen erklärt, aber auch nichts so richtig. Das wirft die Frage auf, ob die Autorin sich überhaupt selbst sicher ist, was sie einem da grade erzählt.
Die deutsche Ausgabe liest sich mehr als holprig. Die Übersetzerin bleibt viel zu nah an der englischen Satzstruktur und englischen Ausdrücken, als es Sinn machen würde. Aber auch das englische Original ist manchmal sehr pompös und an gewissen Stellen fragwürdig formuliert.
Schlussendlich ist das Buch nicht schlecht, aber es gibt auch viele Bücher, die besser sind. Wer schon viele Romantacy Bücher gelesen hat, wird das Buch wohl eher als langweilig und überzogen wahrnehmen. Dazu der Mangel an Tiefe und die komische Übersetzung lassen mich zu folgendem Fazit kommen. Es ist in Ordnung, für das was es ist, aber sicher nicht Bahnbrechend. Wer kann, sollte das Original lesen und nicht die Übersetzung.