Dieses Buch konnte mich leider von Anfang bis Ende nicht abholen. Der Schreibstil wirkt durch die vielen kurzen, abgehackten Sätze sehr holprig, sodass kein wirklicher Lesefluss entsteht. Die Grundidee (eine Amerikanerin namens Malva, die mit gebrochenem Herzen nach England zieht, ein Katzencafé eröffnet und dort in eine Dreiecksgeschichte mit einem adligen Mann und seinem Erzfeind gerät) hätte viel Potenzial gehabt. Leider wurde dieses in meinen Augen nicht genutzt.
Auf gerade einmal 183 Seiten bleibt alles extrem oberflächlich. Die Figuren bekommen nahezu keinen Hintergrund, und auch optisch werden sie nur in ein oder zwei Sätzen angerissen. Dadurch bleiben sie für mich völlig unnahbar, während ausgerechnet die Katzen im Buch mehr Persönlichkeit und Beschreibungen erhalten als die menschlichen Hauptcharaktere. Die waren für mich persönlich noch das Interessanteste an der Geschichte.
Trotz der Erwartung an eine leichte, cozy Romanze hätte ich mir eine rundere, weniger gehetzt wirkende Handlung gewünscht. Stattdessen wirkt es so, als hätte die Autorin ein strenges Seiten- oder Zeitlimit gehabt, wodurch die eigentlich schöne Idee viel zu knapp und unausgereift umgesetzt wurde. Auch das Ende überzeugt nicht: Innerhalb weniger Seiten wandelt sich ein Konflikt ohne wirkliche Entwicklung plötzlich in eine harmonische Weihnachtsfeier inklusive eines Epilogs aus der Sicht einer Katze, der quasi nebenbei mitteilt, dass die beiden nun ein Paar sind.
Mein Fazit: Tolle Grundidee, aber sehr schwache Ausarbeitung. Für mich leider ein klarer Fehlgriff…