In seinem neuen Buch schreibt Martin Andrée darüber, wie Big Tech über die Social Media Plattformen gezielt den Einfluss bestimmter politischer Richtungen und Populisten steuert, wie unter dem Deckmantel vermeintlicher Meinungsfreiheit die Nutzer:innen bespielt und auch diffamiert werden können, wie sie sich der Verantwortung über die Inhalte entziehen, dadurch, dass sie nicht das Medium sind, sondern nur quasi die Leitung, über welche Inhalte verbreitet werden. Martin Andree knüpft an sein früher erschienenes Buch an, in dem er vor der Entwicklung und der Gefahr für die Demokratie gewarnt hat und stellt die Frage, wie der Gefahr begegnet werden kann.
Ich fand das Buch interessant zu lesen, auch aufschlussreich und von der Thematik her wichtig. Was mir nicht gefallen hat, ist der Schreibstil, den ich oft als reisserisch empfunden habe. Als kleines Beispiel sei der Begriff “Dark Tech” genannt, den er durchgehend für Big Tech verwendet. Lösungsansätze habe ich ebenfalls vermisst. Trotzdem werde ich sein früheres Buch “Big Tech muss weg” gelegentlich lesen, weil “Krieg der Medien” eben trotzdem lesenswert ist ;-) und Andree ein anerkannter Experte für digitale Medien ist.