Es wurde so viel über Fitzek gesprochen und dieses Buch war der erste Berührungspunkt mit seinen Werken. Ich fand die Geschichte bis zur letzten Minute spannend und habe sie daher recht zügig durchgelesen. Etwas enttäuscht war ich vom Schluss, weil ich von einem klärenden Schluss ausgegangen bin, aber einzelne Fragen im Raum stehen blieben. Ich schätze ein Happy End bei jedem Buch, das ich lese. Zudem wurden die Menschen zu häufig als böse und nicht vertrauenswürdig dargestellt. Dass es in derselben Siedlung, in der die Protagonistin wohnte, ein identisches Haus gab, müsste doch auch ihr beim Durchqueren der Strassen aufgefallen sein. Dieser Punkt wollte mir nicht so in den Kopf gehen und hat mich bei der Auflösung eher verwirrt. Ebenso, dass sich die Frau des (Achtung, SPOILER!) Ermordeten plötzlich auf die Seite der Anwältin und potenziellen Mörderin schlug, konnte ich nicht vollständig nachvollziehen.
Insgesamt hat mir aber Fitzeks Schreibstil sehr gefallen. Ebenso trugen die angenehmen Kapitellängen und der Textfluss zu einem angenehmen Leseerlebnis bei. Normalerweise bevorzuge ich Taschenbücher gegenüber gebundenen Ausgaben, doch dieses hier mochte ich sehr. Die Umschlagsgestaltung sprach mich ebenfalls sehr an. (Ich hatte das normale Format ohne Farbschnitt erwischt.)