Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Es ist zwar ziemlich lang, aber Dostojewski versteht es meisterhaft, seine Figuren durch intensive innere Monologe lebendig werden zu lassen. Der Anfang war spannend und fesselnd, der mittlere Teil hingegen etwas anspruchsvoll, besonders wegen der vielen gedanklichen Abschweifungen. Im letzten Teil konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen, weil mich die Handlung völlig gepackt hat. Die Geschichte wirft viele grundlegende Fragen auf und regt zum Nachdenken über Themen wie Religion, Gesellschaft, Familiendynamik und Armut an. Besonders beeindruckt hat mich, wie tief Dostojewski in die Psyche seiner Figuren eindringt. Trotzdem fand ich die langen Monologe manchmal etwas herausfordernd, sodass ich beim Lesen immer wieder kurze Pausen brauchte. Insgesamt war es aber eine lohnende und bereichernde Lektüre, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.