Schreiben kann der Autor! Ich fand es immer flüssig, schade fand ich aber, dass das Tempo recht unterschiedlich war und zu viel Effekt über die Themen Sex und Gewalt erzeugt wurde. Am besten hat mir der Anfang mit der märchenhaften Sprache gefallen. Gegen Ende wird die Literatur, mit der die Personen in Berührung kommen, zentraler und auch das Thema des Schreibens wird etwas abgehandelt. Und dies auch in zwei Kapiteln über Stalin, die zwar kurz sind (wie leider viele im letzten Teil des Buches, dies wirkt gehetzt), aber wie eingeschoben wirken. Hier hat der Autor aus meiner Sicht etwas viel in seinen Roman packen wollen ohne es wirklich gut zu verarbeiten, was ich sehr schade finde. Nelio Biedermann wird gerade sehr gehyped und ich hoffe, dass er sich dadurch nicht von seiner Entwicklung abbringen lässt. Vergleiche mit Thomas Mann finde ich nicht hilfreich, hoffe aber, dass er dies als Herausforderung sieht und sich dieser stellt.