«Three Tides to Stay» ist der dritte Band der Breaking Waves-Reihe von Kristina Moninger und war für mich ganz klar der bisher schwächste.
Die Geschichte führt uns erneut auf eine kleine, abgelegene Insel vor der Küste South Carolinas, wo sich Avery, Isabella, Odina, Lee und Josie einst in einem Surfcamp begegneten. Was als unbeschwerter Sommer begann, wurde zum Albtraum. Josie verschwand spurlos.
Diesmal steht Odina im Mittelpunkt, eine alleinerziehende Mutter, deren Geschichte zwischen Gegenwart und Rückblenden erzählt wird. Während Avery und Isabella weiter nach Josie suchen, bleibt Odina zurück. Sie ist gefangen in Geldsorgen, Mutterpflichten und einer Affäre mit Averys Bruder Noah.
Nach dem starken 2.Band war meine Erwartung hoch umso enttäuschender war dieser Band. Die Handlung wirkt zäh, Wiederholungen nehmen Tempo und Spannung. Als Odinas Sohn verschwindet, hatte ich kurz Hoffnung auf einen dramatischen Twist, doch dieser blieb aus.
Auch die Beziehung zwischen Odina und Noah konnte mich nicht überzeugen. Ihre Anziehung wirkt eher oberflächlich. Dass sie den Bruder ihrer besten Freundin datet und dabei lügt, war für mich schwer nachvollziehbar gerade in ihrer schwierigen Lebenssituation.
Was bleibt, ist die tolle Atmosphäre (die Insel, das Meer, die Schatten der Vergangenheit). Das ist spürbar und gut inszeniert. Und trotz meiner Kritik, bleibe ich dran. Das Rätsel um Josies Verschwinden lässt mich nicht los. Ich bin gespannt auf Lees Perspektive.
«Three Tides to Stay» ist atmosphärisch stark, aber inhaltlich der bislang schwächste Teil der Reihe. Deshalb gibt es von mir nur 3 von 5 Sternenen ⭐️⭐️⭐️ 🔍🏝️