Mitten im Schwarzwald findet sich ein in die Jahre gekommenes Hotel. Lisa kümmert sich ihrem Vater zuliebe um die Buchhaltung und andere Anliegen der Gäste. Als sich Daniela unverhofft im Hotel einquartiert, verstehen sich die beiden Frauen auf Anhieb gut. Doch unter der Oberfläche brodeln Gefühle und Geheimnisse, die nie ans Tageslicht kommen sollten…
Kristina Hauff hat mich von Anfang an mit ihrem bildgewaltigen Schreibstil abgeholt. Die Szenerie wurde wunderbar beschrieben und es hat sich angefühlt, als könnte ich zusammen mit den Figuren in den Schwarzwald abtauchen. Gekonnt spielt die Autorin hier mit Landschaftsbeschreibungen, die die Stimmung im Dorf und zwischen den Charakteren wunderbar unterstreichen. Handlungstechnisch liegt der Fokus klar auf den Beziehungen der Figuren untereinander. Es geschieht die eine oder andere Wendung, weswegen ich “Schattengrünes Tal” durchaus als Spannungsroman einordnen würde. Lisa und Daniela sind spannende Figuren, aber auch einige Nebencharaktere tragen dazu bei, dass die Geschichte abwechslungsreich und spannend bleibt. Hier tun sich verschiedene Abgründe und Konflikte auf, die wunderbar menschlich und authentisch geschildert wurden. Ich hätte mir noch das eine oder andere Überraschungselement mehr gewünscht, habe mich aber insgesamt gut unterhalten gefühlt und kann die Geschichte definitiv empfehlen.