Eine Ich-Erzählerin beschreibt Episoden aus dem Altersheim mit Lili, der Mutter ihrer besten Freundin, Episoden mit dem Sohn dieser Freundin Sophie, Episoden mit ihrer Schwester Nuri, Episoden, in welchen sie allein mit sich ist. Alles was sie erzählt, wirkt etwas trotzig, wie wenn sie einen Schutzwall um ihre Gefühle aufbauen würde, aber man spürt , dass all diese Menschen einander in Wohlwollen, Liebe verbunden sind. Alle sind geprägt, durch ihre Geschichte, ihre Geschichten, die sie nicht loslassen. Mit dem Tod von Lili gelingt der Ich-Erzählerin ein Neuanfang beruflich und privat.
Das Buch ist aufgebaut, wie ein Puzzle, in welchem sich die Teile nach und nach zu einer Geschichte zusammenfügen. Die einzelnen Teilchen sind leuchtende Edelsteine, poetisch, weise, philosophisch. Die Sprache ist knapp, aber viele der Sätze liest man immer wieder, möchte sie im Gedächtnis
Wer gerne literarische Texte liest, Alltägliches in besondere Form “verpackt”, gerne poetischen Gedanken nachspürt, wird Freude an diesem Buch haben.