Normalerweise sind Bücher mit dieser Thematik nicht meine erste Wahl. Ich liebe aber die fesselnden Thriller der Autorin und war deshalb bereit, das Wagnis einzugehen. Und tatsächlich war ich am Ende des Buches begeistert.
Ich lerne die 35jährige Katarina kennen, die ihre Geschichte aus ihrer persönlichen Sicht erzählt. Ich erfahre viel über ihre Gefühle, Befürchtungen und wie das Handeln anderer auf sie wirkt. Ausgangspunkt ist Katarinas Torschlusspanik, weil sie nicht schwanger wird. Dann der Unglaube und die Freude, als es tatsächlich geklappt hat. Hier hatte ich viel Spaß beim lesen. Es ist sehr anschaulich und realistisch geschrieben und hat dabei meine eigenen Erinnerungen geweckt . Schwierig wird es, als der kleine Schatz beschließt, nicht auf die Welt zu wollen. und Katarina panische Angst vor einem Krankenhausaufenthalt hat. Trotz der Dramatik konnte ich über viele Vergleiche lachen und wurde erneut an ähnliche Ereignisse erinnert. Die Geburt selbst hat mich emotional berührt und kurz hatte ich echte Sorge. Meine Lachmuskeln werden erneut in Aktion gebracht, als die Verwandtschaft im Krankenhaus einfällt. Die Situation wurde für mich absolut treffend beschrieben und ich bin sicher, viele können sich hier wieder finden. Das Buch endet mit der Heimkehr in die eigene Wohnung.
Mir hat das Buch sehr gefallen. Es war nie zu gefühlsduslig, sondern immer mit einer guten Portion Humor geschrieben, hat aber die schwierigen Momente nicht ausgespart und auch hier die richtigen Worte gefunden.