„Nightblood Prince“ Ein Buch an das ich ohne allzu viele Erwartungen herangegangen bin und mich dennoch nicht überzeugen konnte.
Der erste drittel vom Buch war packend und die Grundlage für so viel Potenzial, das leider nicht genutzt wurde. Fei eine feministisch angehauchte Hauptfigur, die einfach nur frei sein will. Klingt anfangs super, aber so oft wie es erwähnt wurde, nervte es nur noch und leider folgten selten Taten, welche die Aussagen untermauerten. Der Charakter Fei blieb allgemein sehr blass, genauso die beiden Love-Interests. Diese konnten immerhin damit punkten, dass wir ihre Gedanken nicht kennen und sie daher ein gewisses Mass an Mysterien haben müssen.
Das Setting an sich ist spannend, jedoch ist hier „show not tell“ verloren gegangen, wobei auch nicht viel beschrieben wurde. Abgesehen vom Palast konnte ich mir keinen Ort bildlich vorstellen. Sehr schade. Generell konnte mich das Wordbuilding nicht überzeugen. Ein asiatisch angehauchter Handlungsort und trotzdem wurden die westlichen Begriffe für „Vampir“ und „Dämon“ benutzt, gerade in solchen Sachen hätte ich mir ein durchdachteres Konzept gewünscht. Generell hatte es mehrere Logikfehler drinnen, was mich irgendwann nur noch genervt hat.
Obwohl der erste Drittel vielversprechend war, verging mir danach die Lust aufs Weiterlesen von Seite zu Seite. Erst auf den letzten 50 Seiten kam wieder etwas Spannung auf. Der mittlere Teil war leider zu langatmig und weiterlesen war für mich persönlich ein Zwang.
Wer dreidimensionale Figuren und ein starkes Worldbuilding möchte, sollte nicht zu diesem Reihenauftakt greifen.