House of Bane and Blood beginnt direkt mit einer spannenden Ausgangssituation: Eine bevorstehende Zwangsheirat soll das Familienerbe sichern, doch die Erbin Camilla denkt nicht daran, sich einfach ihrem Schicksal zu fügen. In ihrer letzten Nacht in Freiheit schleicht sie sich hinaus und begegnet einem Fremden, der nicht nur die Nacht verändert, sondern ihr ganzes Leben.
Denn diese Begegnung rettet sie nicht nur vor ihrem ursprünglich geplanten eher schleimigen Ehemann, sie führt auch dazu, dass die Hochzeit dennoch stattfindet, nur eben mit dem mysteriösen Fremden von jener Nacht. Trotz der Verbindung fliegen zwischen Camilla und ihrem neuen Ehemann ordentlich die Fetzen, voller hitziger Diskussionen, gegenseitigem Widerstand, aber auch wachsendem Vertrauen, wenn es darauf ankommt.
Die Geschichte ist gespickt mit Geheimnissen, Familienintrigen und überraschenden Wendungen. Besonders gefallen hat mir die vielschichtige Dynamik zwischen den Charakteren, vor allem Nico, der zunächst als brutaler Killer eingeführt wird, sich aber im Laufe der Handlung als loyaler Familienmensch entpuppt. Sowohl Camilla als auch ihr Ehemann Nico sind bereit, alles zu opfern ihre Freiheit, ihre Prinzipien, sogar sich selbst um jene zu schützen, die ihnen wichtig sind. Sie sind kampferprobt, stur, leidenschaftlich und verletzlich zugleich eine explosive Mischung, die für emotionale Tiefe und Spannung sorgt und man immer unsicher ist auf welcher Seite man sein soll, ich glaube ich habe mich auf Nicos geschlagen, denn natürlich hat Camilla auch ein bisschen den Hang zum Drama.
Ein echtes Highlight war für mich der Epilog: stark, atmosphärisch und mit einer überraschenden Wendung, die die Handlung symbolisch dorthin zurückführt, wo alles begann im Gefängnis. Ein gelungener und sehr spannender Abschluss, der Lust auf mehr macht.
Ein packender Start in eine dunkle, fesselnde Fantasyreihe, die mit Emotionen, Konflikten und gut dosiertem Drama überzeugt.