Ein Mann wird tot in Neuharlingersiel aufgefunden. Er ist nicht ertrunken, sondern zu Tode gestürzt. Ein Rätsel, das Kriminaloberkommissarin Fine und ihr Kollege Hardy lösen müssen. Noch verworrener wird der Fall, als sie feststellen müssen, dass das Opfer unter falschem Namen gelebt und eine kriminelle Vergangenheit in Nürnberg hatte. Zur Überraschung von Fine und Hardy befanden sich alle Geschädigten aus dieser Zeit zufälligerweise zum fraglichen Zeitpunkt in der Nähe des Fundortes. Ein Rachemotiv liegt nahe. Dann kommt es zu verdächtigen Zwischenfällen am Arbeitsplatz des Opfers. Müssen die Ermittler den Fokus in eine andere Richtung lenken. Die offenen Fragen kosten Fine beinahe das Leben.
Ich bin bei der Bewertung des Krimis zwiegespalten. Die Krimihandlung hat mir gut gefallen. Sie war spannend und logisch durchdacht. Besonders positiv fand ich, dass das Thema “Stalking ” aufgegriffen und emotional aus Sicht der Opfer geschildert wurde. Die Lösung des Falles fand ich ebenfalls gelungen. Angefangen von der lebensgefährlichen Situation, in die Fine gerät, bis hin zu dem kleinen Knalleffekt am Ende.
Genervt war ich dagegen von Fines Befindlichkeit . Sie hat einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften, der sie auch von Nürnberg nach Aurich gebracht hat. Dieses Trauma hat sie noch nicht endgültig überwunden . Immer wieder werden Erinnerungen wach gerufen und ausführlich geschildert. Das war mir auf Dauer zu viel und hat meine Freude über den spannenden Kriminalfall getrübt. Weniger wäre hier in meinen Augen mehr gewesen.