In dem Buch Die unsichtbare Hand geht es um eine Ghostwriterin, Olivia Dumont, die einen Auftrag erhält, den sie mit Zweifel ansieht. Sie soll ein Buch für ihren Vater schreiben, Vincent Taylor, einen Schriftsteller. Dabei muss sie einen fast fünfzig Jahre alten Doppelmord an ihrer Tante Poppy und ihrem Onkel Danny, die Geschwister von Vincent, aufklären, der sie schon immer beschäftigt hat. Eigentlich will Olivia nichts mehr mit ihrem Vater zu tun haben. Sie beschliesst, diese Aufgabe trotzdem anzugehen, und muss dabei das Schweigen ihres Vaters brechen.
Das Buch hat teilweise sehr kurze oder lange Kapitel. Entweder ist die Hauptperson des Kapitels Olivia, Poppy oder Vincent.
Die Geschichte fiel mir ins Auge, weshalb ich dachte, dass das Buch spannend sein könnte, was es für mich auf jeden Fall war. Die Rückblenden, also die Kapitel von Poppy oder Vincent, waren abwechslungsreich und ideal platziert. Wie womöglich andere Rezensionen zu diesem Buch bekannt geben, wurde das Buch ein wenig in die Länge gezogen. Manche Passagen bräuchten meiner Meinung nach ein bisschen Schärfe, im Sinne von Informationen. Da ein Kapitel auf das andere hinwies, musste man Geduld haben, bis man endlich die Stelle traf, in der die Lösung bekannt gegeben wird. Ich glaube aber, dass das der Sinn war, nämlich eine Schatzsuche oder besser gesagt eine «Jagd nach dem Mörder», so wie die von Vincent Taylor.
Manchmal war es auch verwirrend, da ich nicht immer mitkam. Ein Tipp für den nächsten Leser ist es unbedingt, genau zu lesen, besonders am Anfang und Schluss. Meine Erfahrung war es, dass ich kleine Textstücke überflog, nur damit ich endlich wusste, wer welche Dinge getan hat. Und somit habe ich das Buch nicht genossen, so wie ich es mir erwünscht hatte.
Aber ich habe auch wichtige Elemente niedergelassen, obwohl ich sie mitnehmen sollte, da sie zur Geschichte beitragen.
Mein Fazit ist, dass das Buch insgesamt gut erzählt und unterhaltsam ist. Man muss bedenken, dass es ein Roman, kein Krimi ist. Die Autorin hat Nebensächliches auf mehreren Seiten formuliert, wichtige Informationen und Lösungen zu Fragen, die sich der Leser stellt, jedoch nur auf kleinen Stücken hinterlegt. Ich wünschte mir auch, das Buch hätte mehr Tiefe und Verbundenheit zu Nebencharakteren. Insgesamt atmosphärisch, aber zäh.
PS: Das Buch liegt bei meiner Buchhandlung in der Ecke der Thriller, Krimis und Horrorgeschichte. Meiner Meinung nach passt das Buch eher in die Abteilung der Romane, obwohl es einen Mordfall gibt.